Doppelte Filamentprofile entstehen schnell: durch manuelle Erfassung, Dateiimporte oder ähnlich benannte Spulen. Statt Projektbezüge einzeln umzubauen, lassen sich zwei Profile kontrolliert zu einem Zielprofil zusammenführen. Entscheidend ist, Quelle und Ziel vorher eindeutig zu prüfen.
Wann sollten Filamentprofile zusammengeführt werden?
Die Funktion passt, wenn zwei Einträge dasselbe reale Materialprofil beschreiben und künftig nur noch ein gemeinsamer Datensatz gepflegt werden soll. Ähnliche Farbe oder Materialbezeichnung allein reichen nicht aus. Hersteller, Material, technische Werte und vorhandene Kalibrierungen sollten zusammenpassen.
- Beide Profile gehören tatsächlich zum selben Filamenttyp.
- Das gewünschte Zielprofil enthält die verlässlichsten Stammdaten.
- Spulen und Kalibrierhistorie der Quelle sollen erhalten bleiben.
- Bestehende Projekt-, Platten- und Bestandsbezüge dürfen auf das Ziel wechseln.
- Vorher liegt ein vollständiges Backup der Extruno-Daten vor.
Was ist der Unterschied zwischen Quelle und Ziel?
Das Quellprofil ist der doppelte Eintrag, den du auswählst und nach der Übernahme nicht mehr separat benötigst. Das Zielprofil bleibt bestehen. Seine bereits vorhandenen Werte haben Vorrang; fehlende Stammdaten können aus der Quelle ergänzt werden.
Wird nach erfolgreicher Übernahme entfernt
Bleibt bestehen und behält seine vorhandenen Werte
Werden gemeinsam auf die ID des Zielprofils umgestellt
Welche Filamentdaten werden übernommen?
Bei regulären Filamentprofilen übernimmt Extruno die Spulen, Kalibrierhistorie und fehlende Stammdaten. Bereits gepflegte Werte des Zielprofils bleiben erhalten. Auch fehlende Druck- und Trocknungseinstellungen können aus der Quelle ergänzt werden.
- Spulen: Noch nicht vorhandene Spulen wechseln zum Zielprofil.
- Kalibrierungen: Historie und Kalibriermuster werden ohne doppelte IDs ergänzt.
- Stammdaten: Nur leere Felder des Zielprofils werden aus der Quelle gefüllt.
- Projekte: Hauptfilament, Verbräuche, Platten und Bestandsbuchungen erhalten das Zielprofil.
- Druckläufe: Zugeordnete Verbräuche verweisen anschließend ebenfalls auf das Ziel.
Was gilt für Profile aus einem Druckdatei-Import?
Ein automatisch angelegtes Importprofil kann eine künstliche 1.000-Gramm-Spule und technische Slicer-Werte enthalten. Diese Werte werden nicht einfach über das gepflegte Zielprofil geschrieben. Name und technische Angaben bleiben stattdessen als Projektschnappschuss erhalten; Projektbezüge wechseln auf das ausgewählte Zielprofil. Vor diesem Spezialfall erstellt Extruno zusätzlich ein Sicherheitsbackup.
So führst du zwei Filamentprofile sicher zusammen
- Filament öffnen: In der Filamentliste das Menü des doppelten Quellprofils öffnen.
- Zusammenführen wählen: Die Aktion „Zusammenführen“ aufrufen.
- Auswirkung lesen: Material und Anzahl der betroffenen Projektverknüpfungen prüfen.
- Ziel festlegen: Das Profil auswählen, das dauerhaft bestehen bleiben soll.
- Unterschiede prüfen: Angezeigte technische Abweichungen und Kalibrierwerte vergleichen.
- Endgültig bestätigen: Erst danach „Jetzt zusammenführen“ auswählen.
- Ergebnis kontrollieren: Spulenbestand, Kalibrierhistorie und ein betroffenes Projekt öffnen.
Filamentprofile mit Extruno bereinigen
Extruno wird als native Werkstatt-App für iPhone und iPad entwickelt. In der Filamentliste steht im Aktionsmenü eines Profils die Funktion „Zusammenführen“ bereit. Die App zeigt das Quellprofil, das gewählte Ziel und die Zahl betroffener Projekte. Die Übernahme erfolgt gemeinsam: Entweder werden Zielprofil und sämtliche Verknüpfungen gespeichert und die Quelle entfernt, oder die Änderung wird bei einem Fehler zurückgerollt. Extruno ist noch nicht öffentlich downloadbar.
Vor der Bereinigung hilft der Ratgeber zum Verwalten von Filamentspulen. Für die spätere Kontrolle erklärt die Anleitung, wie du Filamentverbrauch dokumentierst.
Duplikat prüfen. Daten übernehmen. Filamentbestand sauber halten.
Frag die Release-Informationen an und erfahre, sobald Extruno öffentlich verfügbar ist.