Ob sich ein 3D-Drucker wirtschaftlich trägt, lässt sich nicht allein am Umsatz ablesen. Für eine belastbare Amortisationsrechnung brauchst du den tatsächlichen Wert deiner Ausstattung und den Deckungsbeitrag der verkauften Druckprojekte. Erst daraus werden der zurückverdiente Betrag, der noch offene Anteil und die Kapitalrendite nachvollziehbar.
Nettoinvestition statt bloßem Kaufpreis
Zur Ausstattung können neben dem Drucker auch Filamenttrockner, Nachbearbeitungsgeräte und Werkzeuge gehören. Für jede Anschaffung werden Kaufpreis und aktueller Restwert getrennt erfasst. Der Restwert reduziert den wirtschaftlich noch gebundenen Betrag, darf den Kaufpreis aber nicht übersteigen.
Kaufpreis − begrenzter Restwert
Verkaufserlös − direkte Projektkosten
Nettoinvestition − Deckungsbeitrag, mindestens 0
Deckungsbeitrag ÷ Nettoinvestition × 100
Welche Verkäufe dürfen einfließen?
Berücksichtige nur Projekte, die wirklich als Verkauf geführt werden. Vom Erlös werden die zugehörigen Kosten abgezogen. Dazu zählen je nach Kalkulation beispielsweise Material, Maschinenzeit, Strom, Arbeit und weitere projektbezogene Ausgaben. Private Drucke erzeugen keinen Verkaufsbeitrag und gehören deshalb nicht in diese Auswertung.
- Verkaufte Stückzahl und Stückpreis vollständig erfassen.
- Direkte Kosten mit derselben Genauigkeit dokumentieren.
- Rabatte und zusätzliche Kosten nicht außerhalb der Rechnung verstecken.
- Private und verkaufte Projekte klar voneinander trennen.
- Nur Beträge in derselben Währung gemeinsam auswerten.
Was bedeutet der Amortisationsgrad?
Der Amortisationsgrad zeigt, welcher Anteil der Nettoinvestition durch bisherige Deckungsbeiträge erreicht wurde. Bei 100 Prozent ist der angesetzte Investitionsbetrag rechnerisch zurückverdient. Ein Wert darüber kann sinnvoll sein, sollte aber nicht mit Liquidität oder einem steuerlichen Ergebnis gleichgesetzt werden.
- Kaufpreis
- 500,00 €
- Restwert
- 100,00 €
- Nettoinvestition
- 400,00 €
- Deckungsbeitrag
- 120,00 €
- Amortisationsgrad
- 30 % · noch 280,00 € offen
Kapitalrendite richtig lesen
Der ROI setzt das Ergebnis nach Abzug der Investition ins Verhältnis zur Nettoinvestition. Vor vollständiger Amortisation ist der Wert negativ; im Beispiel beträgt er −70 Prozent. Nach dem rechnerischen Break-even steigt er über null. Die Kennzahl bleibt nur vergleichbar, wenn Zeitraum, Kostenumfang und berücksichtigte Ausstattung unverändert definiert sind.
Amortisation und ROI mit Extruno verfolgen
Extruno wird als native App für iPhone und iPad entwickelt. Drucker, Trockner, Nachbearbeitung und Werkzeuge lassen sich mit Kaufdatum, Kaufpreis, Restwert und Währung als Investitionen erfassen. Die App verbindet aktive Investitionen mit den Deckungsbeiträgen verkaufter Projekte und zeigt Nettoinvestition, zurückverdienten Betrag, offenen Betrag, Amortisationsgrad und ROI. Fremdwährungen werden nicht automatisch umgerechnet, sondern separat ausgewiesen. Die Daten werden lokal gespeichert und sind in Extruno-Backups enthalten. Extruno ist noch nicht öffentlich downloadbar.
Wie direkte Projektkosten entstehen, erklärt der Ratgeber zum Berechnen von 3D-Druck-Kosten. Angebote und Preise kannst du anschließend mit der Anleitung zum Erstellen eines 3D-Druck-Angebots strukturieren.
Werkstattkosten kennen. Investitionen nachvollziehbar zurückverdienen.
Frag die Release-Informationen an und erfahre, sobald Extruno öffentlich verfügbar ist.